Katholische Kirche: was sie heute wirklich braucht

Katholische Kirche: nur eine kleine Herde?

Viele Menschen reden die katholische Kirche tot. Und es gibt diese kleine Gruppe von Menschen, die sich ernsthaft bemühen, dass das nicht passiert.

Das sind die Mitarbeiter in den Seelsorgeämtern und den Pastoralinstituten, und an anderen Orten, an denen theologisch gearbeitet wird. Diese Menschen haben meinen tiefsten Respekt, weil sie einen Job machen, der zutiefst undankbar ist. Denn sie haben ja auch nicht alle ein Patentrezept, was alles zu tun ist. Und wenn sie eines haben, dann wirft man ihnen nur allzu oft Aktionismus vor. Dann gibt es da noch eine andere Gruppe: die Gruppe derer, die gläubig sind, und nicht bei besagten Stellen arbeiten. Mittlerweile ist es oft so, dass die eine Gruppe die andere nicht nur nicht mag, sondern man gegenseitig übereinander herfällt. Wirklich weiter bringt uns das aber nicht, oder?

 

“Neue” Theologische Ansätze

Rod Dreher hat “The benedict option” geschrieben. Und ich gestehe, dass ich mir immer noch kein Bild davon gemacht habe. Aber ich denke, dass meine Gedanken in die gleiche Richtung gehen. Spätestens nach dem Bundestagsbeschluss zur Eheschließung für Alle erkennen wir, dass wir in der Minderheit sind. Jetzt magst du vielleicht antworten, dass die “stille Mehrheit” ja doch denkt, dass eine Ehe als Bund zwischen Mann und Frau definiert wird. Ich behaupte, dass diese stille Mehrheit eher denkt, dass heiraten soll, wer sich liebt, auch wenn man selbst “heteronormativ” denkt. Auf gut deutsch: Es ist eigentlich egal, wer wen heiratet. Nur 18 soll er oder sie bitte sein. Kurzum: Menschen, die die Ehe nicht nur persönlich, sondern auch normativ als Bund zwischen Mann und Frau sehen, sind in der Minderheit. Und das kann man bei allen christlichen Themen durchexerzieren. Frage doch mal deinen Nachbarn, warum der Sonntag arbeitsfrei ist – und das im Verfassungsrang.

Ratzinger wird oft dafür kritisiert, was er über die katholische Kirche gesagt hat

Als Joseph Ratzinger noch Kardinal war, sprach er von der kleinen Herde. So sagen es zumindest die Leute, für die Ratzinger ein Reizwort ist. So hat er das aber nicht gesagt.

Er sprach davon, dass wir kreativ werden müssen.  Wir müssen urchristlicher denken. Nächstenliebe nicht nur den Verbänden überlassen, sondern lokal handeln. Den christlichen Impuls für unsere Nächstenliebe wieder stark machen. Unser Nachbar muss wieder merken, dass mit uns etwas nicht stimmt. Und zwar im Positiven. Ich glaube dass kleine, lokale Initiativen genau das Richtige sind, um Menschen für Christus zu gewinnen. Fang doch einfach mal damit an, deinem Nachbarn Lebensmittel, die noch taugen, du aber nicht mehr brauchst, vorbei zu bringen. Und lege einen Bibelvers dazu. In den nächsten Wochen werde ich darauf immer wieder zurückkommen.


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